SAM
Ein Konzert der etwas andern Art

Am Donnerstag, den 18. Februar 2010 fand im SAM-Cafe in der Sinsheimer Hauptstraße ein Konzert mit einem Mitglied der Band „September Leaves“ statt. Eingeladen war jeder, der Lust hatte, sich den ungewöhnlichen, aber sehr interessanten Musiker einmal anzuhören. Offiziell begann das „Konzert“ um 20.00 Uhr, aber viele waren schon vorher da, um sich zum einen schon mal einen guten Platz in dem kuschligen, aber doch relativ kleinen Cafe zu sichern und sich mit Essen und Getränken zu versorgen.
Bevor es dann richtig los ging sagte Andreas Banse, einer der Mitbegründer des Cafes, noch ein paar Worte zur Begrüßung und dass mit dem Konzert das einjährige Bestehen des Sam-Cafes gefeiert werden solle.
Dann begann das Konzert der etwas anderen Art. Gerd Böttlerspielte zwar alleine, doch das war überhaupt kein Problem und zeitweise hatte man trotzdem fast das Gefühl, als stände eine ganze Band „auf der Bühne“ und begeistere das Publikum, das inzwischen noch zahlreicher war, so dass einige nur noch Stehplätze ergattern hatten.
Gerd Böttler begeisterte mit Liedern wie „Chocolate Stars“ oder „Marry Me“, die er jedes mal abwechslungsreich und amüsant ankündigte. Er sang die Lieder und begleitet sich mit der Gitarre, doch was das Konzert zudem noch so besonders machte war, dass es mit einem Mikrofon live Musik, wie z.B. Gitarren- oder Trommelklänge aufnahm und diese dann abspielte und dazu sang. Bei jedem Lied brachte er wieder eine neue Idee ein und hatte so immer die voller Aufmerksamkeit der Zuhörer, die fasziniert und begeistert zusahen, wie er seinen Gesang aufnahm, ihn dann abspielte und dann die zweite Stimme dazu sang usw. Nach gut eineinhalb Stunden und einer Zugabe, auf das Drängen der wahrscheinlich um die 80 Besucher hin, war das Ende erreicht. Trotz gewissen Platzschwierigkeiten und großer Hitze hat das Konzert doch allen sehr viel Spaß bereitet und wird den Meisten sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Das Konzert war auch eine gute Möglichkeit, Menschen aus unterschiedlichen Regionen, Ländern und „Ghettos“, so wie Andreas Banse sich ausdrückte, zusammen zu bringen. Das ist auch das Eigentliche Anliegen des SAM-Cafes; einen Ort der Begegnung und Zusammenkunft zu schaffen, wo Menschen sich begegnen, sich näher kennen- und verstehen lernen können und aus Fremden Freunde werden.
Von daher hat sich der Abend natürlich super angeboten, um diesen Ort der Begegnung einmal kennen zu lernen, was auch viele Leute, unterschiedlicher Herkünfte und Hautfarben wahrgenommen haben. Und auch wenn man viele Leute vielleicht nicht kannte und alle unterschiedlich sind, so war doch offensichtlich, dass wir alle, zumindest die Menschen die an diesem Abend da waren, eine Gemeinsamkeit haben, nämlich: die Liebe zur Musik, die so viel an Gefühlen und Emotionen in Menschen auslösen kann.
Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend und wer gar nicht genug von den Liedern von „September Leaves“ bekommen konnte, konnte sich eine CD mit dem Album der Band kaufen, um diese Klänge nicht so schnell aus dem Gedächtnis zu verlieren.
Auf die Frage, wie er so gut Musik machen kann, antwortete der Sänger nur: „Ausprobieren und üben, und mit der Zeit wird sich da, wenn man ein gewisses Talent für Musik hat, schon etwas entwickeln.“
Naja, Talent hat er auf jeden Fall und vielleicht hat dieser Abend all diejenigen unter uns, die gerne Musik machen und große Träume haben, wieder bekräftigt, nicht aufzugeben und weiter zu machen, egal was kommt.
Rebekka Bethke
Einen etwas anderen „Heimat“-Abend

erlebten die Besucher des SAM-Galerie-Cafes in Sinsheim am vergangenen Samstag. Jan und Lee Fischer aus Augsburg trugen in einer Art Multi-Media mündlich Gedanken, selbst komponierte Lieder zur Gitarre und eine authentische wie dramatische Rettungsgeschichte aus dem Weltkriegs-Jahr 1942 vor. Dabei unterstützte sie eine Beamer-Präsentation.
Grundthema war die in allen Menschen angelegte Suche nach Heimat, Geborgenheit und bedingungslosem Geliebt-Werden, wie wir sie als Kleinkinder im Elternhaus erfahren. Und – bewusst oder unbewusst – oft unser ganzes Leben lang suchen.
Allein die virtuose Gitarrenmusik von Fischer, die an die Tradition der großen Liedermacher anknüpft, war ein Besuch des ungewöhnlichen Abends wert.
Lee Fischer übernahm den mündlichen Vortrag und die Präsentation. Jan Fischer hat in Augsburg eine eigene Musikgruppe und bietet unter dem Label „LebensArt“
www.lebensart-music.de seine überwiegenden Eigenkompositionen auf CD an.
Man darf auf weitere Abende im Begegnungs-Cafe für „Reigeschmeckte“ und Einheimische gespannt sein.
Klaus Fischer
