Author Archives: p56409

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Eine App für Flüchtlinge, die das „Ankommen“ in Deutschland erleichtert

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das Goethe-Institut, die Bundesagentur für Arbeit und der Bayerische Rundfunk stellen eine themenübergreifende App für Flüchtlinge vor: Welche Schritte durch das Asylverfahren muss ich beachten? Wann muss mein Kind in die Schule? Wie erhalte ich eine Arbeitserlaubnis? Was tun, wenn ich krank werde? Die Antworten auf diese und weitere, übergeordnete Fragen erhalten Flüchtlinge jetzt in der kostenlosen App „Ankommen“.

https://www.ankommenapp.de

 

 


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SAM im Jahr 2015

Liebe Freunde der SAM-Arbeit, wieder ist ein Jahr fast um!

Wow! Was war das für ein Jahr und was kommt im nächsten auf uns noch zu ! Wir schaffen das 🙂

 


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Im Sinsheimer Flüchtlingscafé werden Fremde zu Freunden

Die Sinsheimer Arbeitsgemeinschaft Migration (SAM) betreibt in der Stadt ein Flüchtlingscafé, das sehr gut angenommen wird

Sinsheim. „Wir können nicht entscheiden, welche Musik das Leben spielt, aber wir können dazu tanzen“, sagt Bassel und lächelt. Der 20-jährige Syrer ist erst seit einem Jahr im Lande, aber er spricht schon fließend deutsch. Im „Café International“ der Sinsheimer Arbeitsgemeinschaft Migration (SAM) ist er für seinen Hang zu Redensarten und Sprüchen bekannt.

Das Begegnungs-Café für Einheimische und Migranten befindet sich in zentraler Lage in Sinsheim und verfügt über offenes WLAN. Das Motto „Fremde werden Freunde“ bringt den Anspruch des Vereins auf den Punkt. „Betüddeln ist nicht unser Ding, wir wollen einander auf Augenhöhe begegnen“, sagt Marcel Fink, der zusammen mit Andreas Banse das Café betreut und dem Verein mit seinen knapp 100 ehrenamtlichen Aktiven vorsteht. „Es gibt Leute, die stehen seit sieben Jahren jede Woche sieben Stunden im Café“, erzählt er.

Offiziell handelt es sich um eine Kunstgalerie. Es werden kleine Events veranstaltet, und lokale Künstler haben die Gelegenheit, ihre Werke auszustellen. „Bei der Vernissage treffen zwei Welten aufeinander“, schmunzelt Fink und spricht von „Begegnungen der besonderen Art“. Zufällig sind gerade Bilder einer iranischen Künstlerin, die aus ihrer Heimat geflohen ist, zu sehen.

„Egal ob es um Arztbesuche geht, um Behörden oder um die passende Schule, wir haben für alle Bereiche kompetente Leute“, freut sich der Flüchtlingshelfer. Das Patenschaftsmodell sieht er eher kritisch, da es hohe Anforderungen stelle. Ein Pate müsse sich verpflichten und sich in allen Bereichen schlaumachen. Freunde dagegen könnten tun, was ihnen Spaß macht. „Wenn mein Freund ein Problem hat, schicke ich ihn zu Person XY“. „Doch es geht um mehr: Grundrechte und Spielregeln unserer Gesellschaft können nur in der Beziehung, im Dialog vermittelt werden“, ist Fink überzeugt.

Manchem müsse man klarmachen: „Es ist nicht in Ordnung, wenn du deine Frau schlägst.“ Oder: „Die Transsexuelle darf hier sein, weil sie in ihrem Herkunftsland verfolgt wurde. Damit musst du hier klarkommen.“ Lernen könnten die Einheimischen aber auch von den Neuankömmlingen, die viele Werte wie Gastfreundschaft und Offenheit mitbrächten.

Der Flüchtlingshelfer glaubt, dass das Begegnungscafé Modellcharakter hat und dass man es zu einem Franchise System ausbauen könnte. „Es braucht solche Räume der Begegnung.“ Mehrmals pro Woche besuchen SAM-Mitglieder die Bewohner der Heime draußen im Industriegebiet und laden sie ins Café ein.

„Es ist wichtig, dass auch die Kinder und Frauen rauskommen und die Sprache lernen“, betont der 46-Jährige. Draußen gibt es unter anderem eine Kindersportgruppe, Hausaufgabenbetreuung und Computerkurse. Auch Malkurse für traumatisierte Kinder hat der Verein schon angeboten. Als alle Räume belegt waren, kaufte die SAM auf eigene Kosten einen Zirkuswagen. Männer besuchen Männer und Frauen, Frauen. „Diese Trennung hat sich bewährt“, stellt Fink fest. Beim Tandemprogramm werden ausländische und eingesessene Frauen zu Freundinnen. Sie treffen sich zu gemeinsamen Unternehmungen und gehen zusammen zum Frühstückstreffen, das der Verein jeden 3. Dienstag im Monat im Café für alle Frauen veranstaltet. Montags von 15 bis 17 Uhr gibt es für die Damen außerdem den „Leseclub“.

Das Engagement ist großartig, doch der Verein stößt an seine Grenzen. „Was wir hier brauchen ist finanzielle Unterstützung, es kann nicht sein, dass so ein Café nur durch Privatspenden finanziert wird“, regt sich der Flüchtlingshelfer auf. Nachdem das Café vor sieben Jahren eröffnet wurde, hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) es auf drei Jahre befristet gefördert. Fink und Banse wurden zu 40 Prozent angestellt, denn das Café war allein durch ehrenamtliche Arbeit nicht zu stemmen.

„Das ist ein Vollzeitjob“, sagt Fink, der rund um die Uhr für die Menschen ansprechbar ist und inzwischen für seine freiberufliche Tätigkeit in der IT-Branche keine Zeit mehr findet. An vielen Tagen platzt das Café aus allen Nähten und der Verein hält bereits Ausschau nach größeren Räumlichkeiten. Zu den rund 600 Flüchtlingen, die sich schon in der Stadt befinden, sind im Dezember noch 200 dazu gekommen. Im kommenden Jahr könnten in einer großen Gewerbehalle noch einmal bis zu 1000 Menschen unterkommen. Weitere freiwillige Helfer werden händeringend gesucht.

„Es gibt schon jetzt zu wenige Freunde“, stellt Fink fest. Gerade für Senioren sei die Arbeit mit Flüchtlingen ideal, auch weil Menschen mit arabischem oder orientalischem Hintergrund dem Alter eine hohe Achtung entgegen bringen. Wir haben tolle Integrationsbiografien, Leute, die im Café mitarbeiten und die Arbeit gefunden haben“, erzählt Fink. Doch ein Problem ist, dass Flüchtlinge auf dem Wohnungsmarkt kaum eine Chance haben. Die Menschen hätten sich gerade in Sinsheim eingelebt, da müssten sie aus der Gemeinschaftsunterkunft raus und würden einer anderen Kommune im Kreisgebiet zugewiesen.

„Damit werden sie erneut entwurzelt“, so Fink. Er und seine Mitstreiter verfolgen eine Vision: Sie wollen gut integrierte Flüchtlinge und Ortsansässige in Mehrkulturenprojekten buchstäblich unter einem Dach zusammenbringen. Vorbild ist die Hoffnungsträger-Stiftung aus Leonberg.

Info: An jedem ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr ist im Café der Sinsheimer Arbeitsgemeinschaft Migration (SAM) in der Hauptstraße 61 in Sinsheim Schnupperstunde für alle, die helfen wollen. Auch über Spenden auf das Spendenkonto SAM e.V. bei der Sparkasse Kraichgau freut sich der Verein. IBAN: DE97663500360007024 467; BIC: BRUSDE66XXX; Bankleitzahl: 663 500 36; Kontonummer: 70 24 46 7.


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„ho ho ho“ Der Weihnachtsmann hatte eine SONDERSCHICHT!!!

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Über fünf Stunden haben wir in 2 Teams Flüchtlingskinder in 5 Unterkünften in Sinsheim mit 205 persönlichen Geschenken beglückt!
Es gibt nichts Schöneres, als das Funkeln in den Augen der Kinder, wenn sie ihr Geschenke endlich in den Händen halten und mit dem Weihnachtsmann ein Bild gemacht wird!
Seht selbst wie sehr diese Kinder das gebraucht haben!
Aus Krieg, Vertreibung und Not sind ihre Seelen leer und füllen sich doch so schnell für einen Moment der Freunde und Glück! Geben wir diesen Kinder eine Zukunft in Frieden und Freiheit! Eine Chance für Mädchen, die in ihrer Heimat niemals in den Genus von Gleichberechtigung und Bildung gekommen wären. Danke an alle die, die Geschenke gepackt haben. Es ist Liebe PUR was angekommen ist und es war schön – auch wenn es echt anstrengend war! PUHHHH
DANKE DANKE DANKE im Namen der Kinder und SAM!


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RNZ vom SAM-stag 28.11.

Flüchtlinge: „Ehrenamtliche halten uns den Rücken frei“bannerprobeabo_03

Die Großen Kreisstädte haben damit begonnen, eigene Ansprechpartner zu benennen,
um das Engagement zu koordinieren          28.11.2015

Von Sabine Hebbelmann
Rhein-Neckar. Viele Menschen suchen in Deutschland Schutz vor Krieg, Terror und Verfolgung. Es sind so viele, dass sich das Ankommen lange hinziehen kann. Meist dauert es in der Region zwölf und 16 Monate, bis ein Asylverfahren abgeschlossen ist. So lange bleiben Flüchtlinge im Schnitt in den Gemeinschaftsunterkünften des Kreises, im Fachjargon „vorläufige Unterbringung“ genannt. Erst danach, spätestens aber nach 24 Monaten, werden sie zur Anschlussunterbringung auf Kommunen des Kreisgebietes verteilt.

Laut offiziellem Schlüssel betreut im Kreis ein Sozialarbeiter 120 Flüchtlinge. „Oft können die Sozialarbeiter in den Einrichtungen nicht ständig präsent sein, sondern bieten eine Sprechstunde an“, berichtet Sozialarbeiter Christoph Kölmel, der die Sozialarbeit in allen Flüchtlingseinrichtungen des Kreises koordiniert. Doch der Bedarf der Menschen geht weit darüber hinaus. Sie kommen an in einer Umgebung, die ihnen fremd ist, kennen die hiesigen Regeln und Gepflogenheiten nicht, sprechen die Sprache nicht und sind oft in Randlagen untergebracht, die zu Fuß schwer zu erreichen sind.

Städte und Gemeinden konnten bisher auf die Zuständigkeit des Kreises verweisen und sich zurücklehnen, zumal es immer ehrenamtlichen Helfer gibt, die in solchen Situationen einspringen. In Sinsheim beispielsweise wurden schon vor elf Jahren 80 Flüchtlinge einquartiert. Es gründete sich die Sinsheimer Arbeitsgemeinschaft Migration (SAM), die den Menschen hilft, sich zurechtzufinden, den Alltag zu meistern und aus der Isolation herauszukommen.

Vor fünf Jahren eröffneten die Mitglieder in Eigenregie ein Café in der Innenstadt als Treffpunkt für die Flüchtlinge. Und da sie keinen Raum für die Kinderbetreuung bekam, kaufte die Initiative auf eigene Rechnung einen Bauwagen. Der einzige Beitrag, den die Große Kreisstadt bisher für deren Arbeit leistet, ist der kleine Zuschuss, den jeder Verein bekommt.

„Diese Ehrenamtlichen halten uns den Rücken frei“, lobt Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht die Arbeit der SAM.
Er verweist auf die Integrationsbeauftragte der Stadt, die als Bindeglied den Kontakt zum Kreis hält. Auch Albrecht weiß:
„Die Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“ Doch aktuell sieht er keine Kapazität für eine weitergehende Unterstützung der SAM. Schließlich müsse die Stadt erst einmal die Anschlussunterbringung organisieren. Die Zahl der dem Rhein-Neckar-Kreis zugewiesenen Flüchtlinge ist rasant auf aktuell 300 pro Woche gestiegen, berichtet Kreissprecher Berno Müller. Dieses Jahr erwartet er insgesamt 4000 neue Flüchtlinge in der vorläufigen Unterbringung. Zur Orientierung habe der Kreis für die Asylbewerber eine Broschüre erstellt. Müller lobt das ehrenamtliche Engagement in den Kommunen. Es gebe viele Menschen guten Willens, die sich für die Flüchtlinge vor Ort einsetzen und über Asylarbeitskreise eng mit dem Landratsamt zusammenarbeiten. Doch zugleich stellt er fest: „Ohne dass die Kommunalverwaltungen mitarbeiten, geht es nicht.“

„Wir versuchen das bürgerschaftliche Engagement zu steuern“, sagt auch Sozialarbeiter Kölmel. Doch weil die Arbeit mit den Flüchtlingen und den Ehrenamtlichen stetig wächst, ist er froh, dass die Großen Kreisstädte begonnen haben, eigene Ansprechpartner zu benennen. „Das ist eine gute Sache“, bekräftigt er. Als in Wiesloch im vergangenen Jahr der Neubau einer Gemeinschaftsunterkunft geplant wurde, hat die Stadtverwaltung das Thema „Flüchtlinge“ gleich zur Chefsache erklärt. Verschiedene Ämter sind einbezogen – die Koordination hat Bürgermeister Ludwig Sauer übernommen. Im Netzwerk Asyl engagieren sich unter der Federführung der Bürgerstiftung Wiesloch und des Ehrenamtsbüros rund 300 Ehrenamtliche. Die Zusammenarbeit klappt hervorragend, bestätigt eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung.

Auch in den anderen Großen Kreisstädten des Rhein-Neckar-Kreises tut sich etwas. Der Gemeinderat der Stadt Weinheim hat im September in einer gemeinsamen Erklärung die Flüchtlinge willkommen geheißen und die Bevölkerung um Mithilfe und Unterstützung gebeten. Die Sozialarbeiterin und ehemalige Leiterin der Bezirksstelle des Caritasverbandes für den Rhein-Neckar-Kreis, Ulrike Herrmann, ist seit einigen Wochen als Inhaberin einer Stabsstelle direkt Oberbürgermeister Heiner Bernhard unterstellt und arbeitet mit dem neu gegründeten Netzwerk „Weinheim hilft“ zusammen. Die Stadt Schwetzingen, die durch die Konversionsflächen besonders betroffen ist, hat den Freien Journalisten Kay Müller als Ansprechpartner für die Bürgerschaft und die ehrenamtlich Tätigen in Teilzeit eingestellt.

Da auch die Stadt Hockenheim weitere Flüchtlinge erwartet, hat sie zur Unterstützung der Ehrenamtlichen im Asylnetzwerk eine Koordinierungsstelle eingerichtet. In Leimen hält ein Mitarbeiter des Sozialamtes den Kontakt zur Flüchtlingshilfe Leimen. Das hat in der Vergangenheit auch gut funktioniert, sagt Stadtsprecher Michael Ullrich.


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Flüchtlinge brauche Hilfe – viele Flüchtlinge brauchen viel Hilfe!

Wir helfen seit über 10 Jahren Flüchtlingen in Sinsheim, direkt und unbürokratsich!

Sie wollen auch Flüchtlingen in Sinsheim helfen, wissen aber nicht wie und es fehlt ihnen an Kontakten oder Möglichkeiten.

Kommen sie zu uns ins Café „SAM international“ zur „Schnupperstunde“
immer am 1. Mittwoch im Monat um 18:00 Uhr treffen wir uns mit allen Interessierten bei uns in der Hauptstr. 61 in Sinsheim.

Hier können wir uns kennenlernen und sie bekommen eine Vorstellung davon, wo sie sich einbringen können.

Wollen Sie unsere Arbeit finanziell unterstützen?
Spendenkonto  IBAN: DE97663500360007024467

 


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Initiative für Integration 2014 in Stuttgart

Zu Gast waren in diesem Jahr Schirmherrin der Initiative Bilkay Öney, Ministerin für Integration in Baden-Württemberg, sowie die Musiker Mark Forster und MC Fitti.


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SAM im Jahr 2014

Liebe Freunde der SAM-Arbeit, wieder ist ein Jahr fast um!

Mit einem kurzen Film wollen wir euch mitnehmen ins SAM international und zeigen was das SAM für unsere Leute bedeutet und wie wichtig diese HERZSTÜCK unserer Arbeit ist.

 


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Asylbewerber in Sinsheim: Ärger über „Zuweisung auf letzten Drücker“

Sinsheim. (mw) Der Einsatz am Vormittag durch Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs dauerte nicht allbannerprobeabo_03zu lange. Am Ende war der Gemeinschaftsraum in der Asylbewerber- Unterkunft am Fohlenweideweg ausgeräumt. Diese 30 Quadratmeter werden benötigt, um wenigstens einen Teil der vom Land an den Rhein-Neckar-Kreis kürzlich zugewiesenen 130 Asylbewerber aufzunehmen.

Acht Personen werden hier eine Bleibe finden. Der Raum wurde bislang von den Kindern unter drei Jahren als Spielzimmerbenutzt. Auch die „Sinsheimer Arbeitsgemeinschaft Migration“ (SAM), die sich seit 2005 um die Bewohner (inzwischen sind es 440) kümmert, hat damit einen Treffpunkt für ihre Betreuungsarbeit vor Ort verloren.

Die Pressestelle im Landratsamt Rhein-Neckar stellte klar, dass es sich „um eine vorübergehende Schließung des Gemeinschaftsraumes“ handle. „Wir müssen sehen, wie es mit zusätzlichen Unterkünften weiter geht. Wir können keine neuen Räume für 130 Personen herbeizaubern“, erklärte Sprecherin Silke Hartmann.

Derzeit seien die beteiligten Behörden im Amt in Gesprächen mit weiteren Kommunen, um geeignete Häuser und Räumlichkeiten für die restlichen 122 Asylbewerber zu mieten. Auch kleine Orte im Kreisgebiet kämen in Frage, verweis Hartmann auf die Kommune Spechbach. Hier seien die Asylbewerber gut untergebracht worden. Auch die Beziehung zwischen den rund 60 Einquartierten und der Bevölkerung sei entspannt und freundschaftlich.

„Wir haben verschiedene Überlegungen angestellt, wie wir weitere Räume finden,“ ergänzte Silke Hartmann. Nachgedacht werde auch über einen Neubau. Man wisse nicht nur im Rhein-Neckar-Kreis, dass die Zahl der Asylbewerber in Deutschland deutlich zugelegt habe und auch künftig weiter ansteigen werde. Kritikwürdig sei aber, dass die „Zuweisungen auf den letzten Drücker“ erfolgt sind.

Oberbürgermeister Jörg Albrecht war „überrascht“ von der Zahl der neu aufzunehmenden Asylbewerber im Kreisgebiet. „Man sollte nicht vergessen, dass es sich um Menschen handelt,“ äußerte er Bedenken am behördlichen Umgang mit diesen Flüchtlingen, der der wirtschaftlichen Not in ihrer Heimat den Rücken kehren. „Aber wir können weder etwas dafür noch dagegen machen. Wir haben hier in Sinsheim eine Kreiseinrichtung.“


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Lokaltermin in der GU-Sinsheim

Etwas mehr Platz für Asylbewerber

Rhein- Neckar. „Das ist die erste Küche, die tipptopp sauber ist“, freute sich Rosa Grünstein, Vorsitzende des Arbeitskreises Integration der SPD- Landtagsfraktion. Nach den Asylbewerber- Unterkünften in Sinsheim und Spechbach besichtigte die Schwetzingerin am Montag zusammen mit Vertretern des Kreisordnungsamtes die Räume in der Neckargemünder Walkmühle. Die Sauberkeit ließ sich leicht erklären. Anders als in Sinsheim und Spechbach sind dort Familien untergebracht – insgesamt 54 Personen. Der Frauenanteil wirkt sich in der Küche sichtbar aus.

In Spechbach hatte Grünstein eine Förderklasse für Flüchtlingskinder besucht. Da nur wenige Schüler am Unterricht teilnahmen, war der Fortbestand der Gruppe bedroht. Doch nun konnte eine Regelung getroffen werden. So werden künftig Schüler aus Sinsheim die Förderklasse in Spechbach verstärken. Nach wie vor hält der Zustrom von Asylbewerbern an, der die Einrichtungen des Rhein- Neckar- Kreises an den Rand der Aufnahmemöglichkeiten bringt. Karl Winkler vom Kreisordnungsamt, das zuständig für die Unterbringung und Versorgung der Asylbewerber ist, sagte: „Der ganze Bereich ist im Wandel. Die grün- rote Landesregierung will Verbesserungen in der Unterbringung, aber auch beim Aufenthalt der Flüchtlinge erreichen.“

Rosa Grünstein sprach das Asylbewerberleistungsgesetz an. Es regelt Höhe und Form von Leistungen für materiell hilfebedürftige Zuwanderer. „Alles ist teurer geworden und auch bei den Leistungen für Asylbewerber muss nachgebessert werden, auch wenn nicht jeder Missbrauch von vornherein ausgeschlossen werden kann“ sagte sie. Ziel müsse es sein, den Flüchtlingen einen menschenwürdigen Aufenthalt zu ermöglichen.

Seitdem es das von Grünsteins Parteifreundin Bilkay Öney geführte Integrationsministerium gebe, sei man dabei, die Konzepte weiterzuentwickeln. Um bestehende Probleme zu erkennen, „ist es aber hilfreich, sich ein Bild vor Ort zu machen“, sagte die Abgeordnete. Das Bild, das Grünstein von den drei Unterkünften des Rhein- Neckar- Kreises mit über 500 Asylbewerbern und Flüchtlingen gewonnen hat, ist sehr positiv. „Der Rhein- Neckar- Kreis ist im Vergleich zum südlichen Landesteil mit nicht so guter Infrastruktur fast vorbildlich zu nennen.“

Nach der bisherigen Regelung steht einer Person in einer Unterkunft 4,5 Quadratmeter Platz zu. Bis 2016, das habe sich Grün- Rot zur Aufgabe gemacht, sollen es sieben Quadratmeter sein, so Grünstein weiter. Auf die Frage, was sie nach den Besuchen in den drei Unterkünften mitgenommen habe, meinte sie, alle Informationen würden gründlich durchforstet. Nicht alles, was gemacht werden müsse, sei Ländersache. Das Integrationsministerium werde sich auch im Bund für die Belange von Flüchtlingen und Asylbewerbern einsetzen. Grünstein ist sich jedoch sicher, dass auch ein reiches Bundesland wie Baden- Württemberg die Flüchtlingswelle nicht problemlos bewältigen kann.

Quelle: von Anna Haasemann- Dunka, erschienen in der Rhein- Neckar Zeitung vom 20.11.2012


SAM-Termin

Mai
23
Mi
16:00 Café Öffnungszeit @ SAM international
Café Öffnungszeit @ SAM international
Mai 23 um 16:00 – 22:00
Café Öffnungszeit @ SAM international  | Sinsheim | Baden-Württemberg | Deutschland
 
20:00 solidarischen Besuch für Männer @ Gemeinschaftsunterkünfte Sinsheims
solidarischen Besuch für Männer @ Gemeinschaftsunterkünfte Sinsheims
Mai 23 um 20:00 – 22:00
solidarischen Besuch für Männer @ Gemeinschaftsunterkünfte Sinsheims
Seit über 10 Jahren jeden Mittwochabend um 20:00 Uhr treffen wir Männer uns im Asylbewerberheim in Fohlenweide 33 in Sinsheim. Von dort aus organisieren wir unsere solidarischen Besuche in allen fünf Asylbewerberheimen in Sinsheim. Wir
Mai
28
Mo
15:00 Ladies Day im Café @ SAM international
Ladies Day im Café @ SAM international
Mai 28 um 15:00 – 18:00
Ladies Day im Café @ SAM international  | Sinsheim | Baden-Württemberg | Deutschland
Seit kurzem gibt es immer montags den LadiesDay. Das Café ist die ganze Zeit speziell für Frauen geöffnet. Viele Frauen haben kulturell bedingt Hemmungen das Café zu besuchen, wenn vorwiegend Männer da sind. Wir möchten
Mai
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16:00 Café Öffnungszeit @ SAM international
Café Öffnungszeit @ SAM international
Mai 30 um 16:00 – 22:00
Café Öffnungszeit @ SAM international  | Sinsheim | Baden-Württemberg | Deutschland
 
20:00 solidarischen Besuch für Männer @ Gemeinschaftsunterkünfte Sinsheims
solidarischen Besuch für Männer @ Gemeinschaftsunterkünfte Sinsheims
Mai 30 um 20:00 – 22:00
solidarischen Besuch für Männer @ Gemeinschaftsunterkünfte Sinsheims
Seit über 10 Jahren jeden Mittwochabend um 20:00 Uhr treffen wir Männer uns im Asylbewerberheim in Fohlenweide 33 in Sinsheim. Von dort aus organisieren wir unsere solidarischen Besuche in allen fünf Asylbewerberheimen in Sinsheim. Wir
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Mo
15:00 Ladies Day im Café @ SAM international
Ladies Day im Café @ SAM international
Jun 4 um 15:00 – 18:00
Ladies Day im Café @ SAM international  | Sinsheim | Baden-Württemberg | Deutschland
Seit kurzem gibt es immer montags den LadiesDay. Das Café ist die ganze Zeit speziell für Frauen geöffnet. Viele Frauen haben kulturell bedingt Hemmungen das Café zu besuchen, wenn vorwiegend Männer da sind. Wir möchten